Irgendwo in Alberta steht eine Farm

Die Country Thyme Farm auf der ich momentan den Freiwlligen mache befindet sich neben dem kleinen Örtchen Bowden (ca. 1.200 Seelen). Bowden liegt in etwa mittig zwischen Calgary und Edmonton am Queen Elizabeth II Highway. 
Auf einer Fläche von 16 Hektar bauen Anna und Daniel, die Farmer, ca. 30 Sorten Gemüse an. Zusätzlich haben sie noch eine große Wiese für Heu. Auf der Farm Leben außerdem noch drei Hunde, drei Katzen, Schafe, Ziegen, Kaninchen, Hühner, Enten, Gänse, ein Truthahnpärchen (zum Angeben) und zwei Esel.
In den Beeten wächst alles mögliche, von Grünkohl über Radieschen hin zu Rote Beete, diversen Salatsorten, Petersilie, Dill, Meerrettich, Knoblauch, Senf, Rucola, Koriander oder Schnittlauch.
Auf dem Farmland eines befreundeten Farmers wird zusätzlich noch Red Fire Grain angebaut, eine Urweizensorte, deren Körner von uns zu Mehl gemahlen werden, das direkt an den Endkunden verkauft wird.
Die Enten und Hühner legen eifrig Eier, die größtenteils verkauft werden, aber auch den Eigenbedarf decken. Die Hühner und Enten werden aber ach verkauft, wenn sie ausgewachsen sind. Die Schafe dienen der Fleischproduktion, die Ziegen sollen irgendwann mal der Produkton von Ziegenmilch dienen.

Alle angebauten Gemüsesorten, sowie das Mehl und die Eier werden auf diversen Wochenmärkten verkauft (momentan sind es zwei). Ein großer Teil der Sachen geht in Form von CSA-Anteilen weg. CSA bedeutet Community Shared Agriculture. Die Kunden bezahlen für einen bestimmten Zeitraum im Voraus, dafür erhalten sie wöchentlich eine festgelegte Menge an Gemüse, aber auch Eiern und Mehl. Diese können an zwei Ausgabestellen (eine in Red Deer und eine in Olds) abgeholt werden. Sollte die Ernte mal schlechter ausfallen, so bekommen die Leute weniger, im umgekehrten Fall aber auch mehr. Für die Lämmer kann man ebenfalls Shares erwerben und erhält zur Schlachtzeit dann eine bestimmte Menge.

Womit ich hier überwiegend beschäftigt bin ist das Ernten und Verpacken für den Verkauf. Außerdem bin ich wie schon geschrieben mit auf den Märkten und helfe beim Aufbau, Abbau und Verkauf. Da ich mit den Farmern zusammenlebe, stelle ich mich zusätzlich noch gerne Abends in die Küche und stelle sicher, dass hier keiner verhungert.

Roxy (Hinten) und Odin (Vorne), die sich Nacht um Nacht mit Kojoten prügeln:

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Heute hatten wir schon den ganzen Vormittag unter 0°C:

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Kräuter, Gemüse, Grünzeug:

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